20210820 Schlicker Seespitze
19.08.2021 Anreise Augsburg – Senderstal – Adolf-Pichler-Hütte; Nachmittagstour Gamskogelrunde

Nach Zustiegen in Augsburg und Königsbrunn fuhr unsere zunächst 10-köpfige Truppe über Garmisch – Zirler Berg – Axams - ins Senderstal zur Kemater Alm. Am Parkplatz trafen wir auf unsere beiden Einzelfahrerinnen, somit waren wir komplett.

Der gemeinsame Hüttenaufstieg vom Parkplatz der Kemater Alm mit dem schweren Mehrtagesrucksack samt warmem Schlafsack war nach 300 HM überstanden. Die Adolf-Pichler-Hütte vom Akademischen Alpenklub Innsbruck wird von den Hüttenwirtinnen Andrea und Karin mit ihrem Team bestens bewirtschaftet. Andrea nahm gleich den erforderlichen Corona-Check-In vor, erklärte uns die Örtlichkeiten, Essenstermine und verteilte die Konsumkärtchen. Karin (die Küchenfee) stellte uns die ultimative Frage für das Abendessen: als Hauptgericht Hühnerfrikassee mit Reis oder Knödelduo (Zirbenknödel+Steinpilzknödel) mit Butter und Parmesan? Keine leichte Entscheidung …!

Nach einer Rast auf der Hüttenterrasse machten wir mit leichtem Tagesrucksack unsere Nachmittagsrundtour. Durch schönen Zirbenbestand stiegen wir zunächst auf das Sonntagsköpfl. Die Panoramasicht auf die Kalkkögel und Sellrainer Berge wurden begeistert fotografisch festgehalten und weiter ging es in eine Kammmulde zum Beginn des aussichtsreichen Murmelesteigs. Dieser schmale Pfad wurde von der vorherigen Hüttenwirtin angelegt und ist mit einer roten Murmeltierpfote durchgehend markiert. Er schlängelte sich über den gesamten Höhenrücken bis kurz vor dem Seejöchl, immer mit schöner Rundumsicht. Wir hatten Glück und konnten zwei Murmeltiere beim Fressen beobachten. Vom Seejöchl wanderten wir direkt weiter auf den Gamskogel. Die Wolken verzogen sich und gaben Blicke auf die umliegenden Gipfel frei. Der Abstieg führte uns zum Stubaier Höhenweg hinunter (mit Blick zum Schlicker See) und zum Seejöchl zurück. Von dort nahmen wir den direkten Abstieg zur Adolf-Pichler-Hütte.

Abends genossen wir dann das feine 3-Gänge-Menü samt Salatbuffet im gemütlichen Kachelofenstüberl auf der Hütte. Ein verheißungsvoller Beginn!

20.08.2021 Seejöchl – Schlicker Seespitze – Schlicker Scharte – Hoher Burgstall - Starkenburger Hütte – Seejöchl – Adolf-Pichler-Hütte

Aufgrund umherziehender Wolkenschwaden entschieden wir uns am Freitagmorgen für die flexible Tour Richtung Schlicker Seespitze und Hoher Burgstall. Beim Aufstieg zum Seejöchl entdeckten wir drei Schneehühner. Da wir uns mucksmäuschenstill verhielten, konnten wir sie minutenlang beobachten, ohne sie zu erschrecken. Ein seltener Moment! Pünktlich am Seejöchl rissen die Wolken auf und wir nahmen den Aufstieg zur Schlicker Seespitze in Angriff. Sie ist mit 2.804m der höchste Gipfel der Kalkkögel und ein toller Aussichtsberg. Der markierte Steig verläuft über Geröll und leichte Kletterstellen. Bei unserer Gipfelrast bestaunten wir die schönen Wolkenstimmungen an den umliegenden Gipfeln und machten uns danach auf gleichem Weg zurück zum Joch.

Da wir noch früh dran und alle motiviert waren, zogen wir gleich weiter zur Schlicker Scharte und nahmen die Überschreitung des Hohen Burgstalls unter die Hufe. Der Weg querte die Nordostflanke des Berges und führte die letzten Meter durch eine Rinne zum Gipfel. Wiederum war uns das Aussichtsglück hold und wir konnten viele der umliegenden Gipfel bestimmen. Der Abstieg zur Starkenburger Hütte lockte mit einer Einkehr, entsprechend flott waren wir auf diesem Aussichtsbalkon in die Stubaier Alpen angelangt.

Gestärkt mit Kaffee und Kuchen brachte uns der Panorama-Rückweg über die Westflanke des Burgstalls zurück zur Schlicker Scharte. Der weitere Heimweg über das Seejöchl zum Adolf-Pichler-Haus lief dann in Erwartung des Abendessens fast wie von selbst.

21.08.2021 Hoadlsteig – Hochtennspitze – Malgrubenscharte – Marchreisenspitze – Gsallersteig – Alpenklubscharte – Adolf-Pichler-Hütte

Der heutige Samstag sollte laut Wetterbericht ein Traumtag werden! Dafür hatten wir uns eine schöne Runde mit Abstecher zur Marchreisenspitze in das Herzstück der Kalkkögel herausgesucht. Von der Hütte stiegen wir Richtung Alpenklubscharte auf, bogen links in den Hoadlweg ein und querten Richtung Hoadl. Beim Abzweig Hochtennspitze zog der Steig hinauf, in dolomitenähnlicher Felskulisse bis zur Hochtennspitze. Belohnt wurden wir mit tollem Panorama! Auf dem Weiterweg ging es hinab zur Malgrubenscharte. Als Zusatzgipfel bot sich nun die noch aussichtsreichere Marchreisenspitze an. Der Steig zog über viele Bänderquerungen erstmal halb um den Berg herum, dann ging es über einen felsdurchsetzten Rücken zum geräumigen Gipfel mit einer wunderbaren Sicht auf Inntal, Karwendel und Stubai sowie sämtliche Kalkkögelspitzen. Eine großartige Kulisse für eine Rast!

Danach stiegen wir auf gleichem Weg zur Malgrubenscharte zurück und bogen in den Gsallersteig ein. Er verläuft auf der Ostseite der Kalkkögel bis zur Alpenklubscharte in abwechslungsreicher Wegführung über Bänder und eine drahtseilgesicherte Felsscharte, immer durch abenteuerliche dolomitenähnliche Felslandschaft. Im Gegensatz zur bisherigen Route waren wir auf dem gesamten Gsallersteig alleine unterwegs, und das an einem Samstag bei bestem Wetter!

An der Alpenklubscharte angekommen gönnten wir uns noch eine wohlverdiente Pause und begutachteten den Schilderwald mit Hinweisen zu den Klettersteigen auf die Ochsenwand und den Steingrubenkogel. Die richtigen Anreize für einige unserer Teilnehmer, nochmal wiederzukommen!

Dann wurden aber die „Kaffee-und-Kuchen-Gelüste“ übermächtig und wir stiegen zügig die Alpenklubscharte in vielen Serpentinen zur Adolf-Pichler-Hütte hinunter, um von Johannas phänomenalem Kuchenbüffet noch etwas abzubekommen.

Das Ergebnis: Von der Tafel mit Mohn-Kirsch-Strudel, Karotten-Mascarpone-Kuchen, Aprikosen-Schmand-Kuchen, Zwetschgenkuchen, und Sahne extra 1 EUR, blieb nur etwas Sahne übrig. Alle anderen Posten wurden nacheinander ausradiert …!

Am letzten Abend feierten wir fröhlich die erreichten Gipfelerfolge und das gute Wetter, das uns diese ausgiebigen Tourentage ermöglicht hat.
20210821 Marchreisenspitze

22.08.2021 Abstieg Kemater Alm – Grieskogel – Salfainssee – Salfains Alm -Kemater Alm

Vielleicht hatten wir abends beim Feiern etwas übertrieben? Der Sonntag begann leider schon beim Frühstück mit einem längeren Regenschauer. Nach kurzer Beratung beschlossen wir einstimmig, die geplante lange Kammüberschreitung vom Schaflegerkogel bis zum Salfainssee abzukürzen und erst etwa in der Mitte am Grieskogel einzusteigen. Der Hüttenabstieg zum Auto und die Rucksackerleichterung am Auto blieben trocken und erste blaue Lücken zeigten sich zwischen den Wolken. Optimistisch stiegen wir von der Kemater Alm den direkten Weg zum Grieskogel auf. Das Wolkenniveau hob sich über die Gipfel und der Bick zu den Kalkkögeln wurde frei. Ein kurzer Schauer erwischte uns am Salfainssee, so kam die Regenkleidung doch noch zum Einsatz. Am See hatten wir aber wieder mal Glück. Kurzes Unterstellen unter den Zirbenbäumen, die Sicht wurde wieder frei, der Regen zog ins Inntal und wir bekamen unseren begehrten Blick auf die Spiegelung der Kalkkögel im Salfainssee! Der Abstiegsweg führte nun über Bergpfade zur unbewirtschafteten Salfainsalm und über Forstwege zurück zur Kemater Alm. Hier verabschiedeten wir unsere beiden Selbstfahrerinnen und fuhren dann mit einer Pizzeria-Einkehr in Garmisch-Partenkirchen zurück nach Augsburg.

Fazit: gemütliche Hütte, sehr gutes Essen, Wetterglück und eine tolle Gruppe! Alles Zutaten zu einer gelungenen Tour! Vielen Dank an alle Beteiligten und hoffentlich sehen wir uns bald wieder! Annette Gröbner

Gardasee Fahrt
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4-Tage-Tour Westliche Zillertaler Berge

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